Studium

Wir bieten die Ingenieur-Studiengänge:

  • Materialwissenschaften und Werkstofftechnik (BSc.)
  • Materialwissenschaften (MSc.)
  • Werkstofftechnik (MSc.)
  • Ergänzungsstudiengang Glas, Keramik, Bindemittel

Das Fach

Gemeinsamkeiten von Glas, Keramik und Bindemitteln liegen in den Rohmaterialien (z.B. Silikate), den Herstellprozessen (z.B. Hochtemperaturprozesse) und den Einsatzgebieten (z.B. als Baustoffe).

Sie sind eben alle "nichtmetallisch".

Dazu gehört die Rohstoffkunde der Steine & Erden sowie die Entwicklung neuer Technologien und der Maschinen- und Anlagenbau der Glas-, Keramik- und Bindemittelindustrie.

Ferner ist dem Institut die Materialprüfanstalt für Nichtmetallische Werkstoffe des Landes Niedersachsen angegliedert.

Studium

In Clausthal steht das Studium im Mittelpunkt; d.h. die Studienbedingungen sind in Clausthal hervorragend:

  • umfangreiche Ausstattung der Institute, z.B. zur Erforschung der Ofenprozesse
  • anwendungsorientierte Praktika, z.B. die Festigkeitsprüfung
  • sehr günstiges Verhältnis der Professoren zu den Studenten
  • örtliche Nähe aller Einrichtungen
  • entspannter Wohnungsmarkt
  • naturbezogenes Freizeitangebot
  • enges studentisches Netzwerk
  • interessante Exkursionen und viele Kontakte ins Ausland

Interessenten können sich jederzeit zu einem persönlichen Beratungsgespräch bei Prof. Albrecht Wolter (Tel.: 05323 72-2029) melden.

Sie können sich aber auch telefonisch informieren oder ein Informationspaket zusenden lassen
Tel.: 05323 72-2028 (Sekretariat Frau Behfeld).

 

Werkstofftechnik und Chemie in Clausthal
(Videos des Bundesverbandes der Deutschen Kalkindustrie)

Studenten und Professoren der Chemie, Materialwissenschaft und Werkstofftechnik berichten über die Technische Universität Clausthal, ihre Studien- und Lebenssituation, die Vorteile des Harzes, ihren Bezug zur Kalkindustrie und die spezielle Atmosphäre in Clausthal.

Otto Bauer:
Obwohl in Clausthal alle Einrichtungen der TU eng beieinander liegen, hat sich die Einweisung der Erstsemester durch Bärchenführer sehr bewährt. Die neuen Studierenden finden sich sofort besser zurecht, lernen die anderen Studierenden ihres Jahrganges schnell kennen und helfen sich so über alle Anfangsschwierigkeiten weg. Die Bärchenführer sind Studierende höherer Semester und bleiben die Ansprechpartner der Neuen.


Johannes Unseld:
Das Chemiestudium wird vorgestellt, besonders auch die interdisziplinären Möglichkeiten an der TU Clausthal, z.B. individuelle Schwerpunkte zu setzen. Die familienfreundliche Hochschule nimmt Gestalt an.


Tilman Scholten:
Die Industrieverbundenheit des Studiums der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik wird erläutert, besonders der Ablauf des Studiums, die kleinen Gruppen, Exkursionen, Tutorien in den Grundlagenfächern und die sehr guten Berufsaussichten in der Kalk-, Zement-,c Feuerfest- und Steine&Erden-Industrie.


Prof. Albrecht Wolter:
Vor- und Nachteile der kleinen Studienfächer in den Ingenieurwissenschaften werden hervorgehoben. Das Studium in Clausthal dient als ideale Vorbereitung auf die Industrie, als Kader- und Netzwerkschmiede und nicht zuletzt als Erfahrung des eigenen Könnens  und Erfolges.


Presseberichte über den Studiengang

  • abi Berufswahl-Magazin [PDF]
  • UNISPIEGEL
  • Frankfurter Allgemeiner Zeitung 

    "Ist das irgend etwas mit Töpfern?"

    In Clausthal-Zellerfeld werden Fachleute für Werkstoffe ausgebildet / Kleine Lerngruppen / Von Volker Hagemeister

    Professor Albrecht Wolter weiß gar nicht, wo er beginnen soll, wenn er nach den Vorteilen eines Studiums bei ihm gefragt wird. "Ich brauche zum Beispiel überhaupt keine Zeiten für Sprechstunden festzulegen, da ich sowieso ständig für jeden Studenten erreichbar bin." Was zunächst an einer deutschen Universität undenkbar erscheint, funktioniert an der Technischen Universität Clausthal-Zellerfeld tatsächlich. Denn Studenten sind Mangelware bei Professor Wolter. 34 zählt derzeit sein Fachbereich; für sie sind drei Professoren zuständig. "Glas-Keramik-Bindemittel" heißt der Studiengang, und es ist sogar schon einmal vorgekommen, daß sich in einem Semester niemand dafür eingeschrieben hat. "Die meisten jungen Leute orientieren sich bei der Studienwahl an ihren Freunden, so daß es immer wieder Modefächer gibt. Scheinbar bedeutungslose Fächer wie unseres sind recht unbekannt, obwohl dahinter große Wirtschaftszweige wie Keramik-, Glas- und Zementindustrie stehen", klagt Wolter.

    Auch Studenten berichten von Schwierigkeiten, die Wahl ihres Studienfaches Freunden zu erklären. "Ob das irgend was mit Töpfern ist, wurde ich immer gefragt", berichtet eine Studentin, die ursprünglich Physik studieren wollte, ehe ihre Lehrerin sie auf den Studiengang in Clausthal-Zellerfeld aufmerksam machte. Bei vielen ihrer Kommilitonen war das familiäre Umfeld entscheidend für die Wahl von "Glas-Keramik-Bindemittel"; viele Söhne und Töchter von Firmeninhabern der Branche sind unter den Studenten. "Die guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben letztlich den Ausschlag gegeben", begründet ein Student, dessen Eltern kein Zementwerk besitzen, seine Wahl.

    "Jede Woche ruft hier jemand an und fragt, ob ich nicht einen Absolventen habe", sagt der für den Keramikbereich zuständige Professor Jürgen Heinrich. Nach Überzeugung von Wolter könnten jährlich 100 Absolventen in der Industrie untergebracht werden; es gibt derzeit aber nur etwa 20. Neben Clausthal-Zellerfeld wird das Fach an deutschen Universitäten nur noch in Aachen und Freiberg angeboten. Hinter dem Oberbegriff Bindemittel verbergen sich Stoffe wie Zement, Kalk, Gips und Beton. Das Fach gehört zu den Werkstoffwissenschaften und soll die angehenden Diplomingenieure dazu befähigen, in der Industrie benötigte Materialien zu verbessern und zu entwickeln. Ob Forschung, Betriebsleitung, Qualitätskontrolle, aber auch Beratertätigkeiten oder die Arbeit für staatliche Überwachungs- und Prüfstellen - die Möglichkeiten nach dem Studium sind groß.

    "Ein Interesse an den Naturwissenschaften sollten die Studenten schon mitbringen", beschreibt Wolter die Anforderungen. Im viersemestrigen Grundstudium gemeinsam mit Ingenieuren anderer Fachrichtungen werden Grundlagen wie Mathematik, Physik, Chemie und Elektrotechnik unterrichtet. Im auf fünf Semester angelegten Hauptstudium erfolgt die Spezialisierung auf einzelne Werkstoffe. Ein Industriepraktikum von mindestens 26 Wochen Dauer ist vorgeschrieben. Nach dem Studium ist eine Promotion möglich.

    Weil "Glas-Keramik-Bindemittel" stark nach "old economy" klingt, betonen die Clausthaler Wissenschaftler gerne die Bedeutung ihres Faches für die "new economy". Ihr Institut verfügt über einen Reinraum, der nicht mit Schuhen betreten werden darf und nicht von ungefähr an die Produktion von Computerchips erinnert: Hier werden Keramiken erprobt, die als Trägermaterial für die Siliciumplatten während des Chipherstellungsprozesses dienen. Ein großer oranger Roboter bewegt das Material; ein Laser erhitzt es an genau festgelegten Stellen. Im Eingang des Instituts wird in einer kleinen Ausstellung daran erinnert, daß hier entwickelte Materialien wie Spezialgläser auch schon im Space Shuttle getestet wurden. Die Maschinenhalle sieht dagegen eher nach "old economy" aus: Drei Studenten in Blaumännern stehen vor einem großen, grauen Ofen, in dem sie Glas brennen. Diese kleinen Lerngruppen werden von den Studenten gerühmt, aber etwas voller könnte es nach ihrem Geschmack schon manchmal sein. Bei spezielleren Vorlesungen im Hauptstudium komme es schon mal vor, daß man allein mit dem Professor sei, und einige Seminare fänden nur alle zwei Jahre statt, um eine ausreichende Teilnehmerzahl sicherzustellen.

    "Leider waren die Ingenieurberufe jahrelang wegen der Krise im Maschinenbau out, aber so langsam scheint sich der Trend zu drehen", sagt Wolter. In Schulen und bei Messen rührt er die Werbetrommel für das Fach und auch für den Ort, denn Clausthal-Zellerfeld klingt für viele potentielle Studenten nicht gerade verlockend. "Im ersten Semester habe ich gedacht, ich gehe hier ein", berichtet eine Studentin aus Dortmund. Clausthal-Zellerfeld hat 15 000 Einwohner, davon sind 2700 Studenten der 1775 als Bergbauakademie gegründeten Universität. Die nächste Disko oder ein Theater ist meilenweit entfernt, aber dafür ist im Ort alles zu Fuß erreichbar. Von der neuen Mensa aus blickt man auf den Brocken, und für jeden Studenten gibt es einen Wohnheimplatz mit Internetanschluß. Alle loben den guten Zusammenhalt: "Hier kann man nur gemeinsam etwas auf die Beine stellen", sagt ein Student aus dem Ruhrgebiet. Das funktioniere auch ausgezeichnet; es gebe einen Filmclub, Theatergruppen und eine eigene "Love Parade". Außerdem seien die Sportmöglichkeiten wie für Skifahren im Harz hervorragend. "Man kommt hier auf jeden Fall aber auch zum Studieren."

 

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